Folge 37: „Weltraumschrott kann die nächste Klimakatastrophe sein“ – Gespräch mit Sebastian Hesselbach

Shownotes

Hoch hinaus ging es im Februar im TrashTalk! Julia und Tom hatten nämlich mit Sebastian Hesselbach einen echten Experten für das Thema Weltraumschrott im zweiten Teil ihres kleinen Familienpodcasts zu Gast. Er behält am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die Weltraumlage im Blick und kann daher eindrücklich erklären, was die Ursachen für die wachsenden Mengen unkontrolliert im Erdorbit umherfliegender Teile sind und wie groß das Problem mittlerweile tatsächlich schon ist – „In manchen Bereichen ist es schon fünf vor zwölf!“. Er macht deutlich, mit welch gravierenden Folgen man auch auf der Erde rechnen muss, wenn der befürchtete Kipppunkt beim Weltraumschrott erreicht und die Lage im Weltall daher unkontrollierbar wird. Um das zu verhindern, seien vor allem internationale Kooperationen nötig, betont Hesselbach. Und genau wie beim Klimaschutz müsse man auch hier nur auf den ersten Blick kostspielige Maßnahmen ergreifen, um später noch viel gravierendere wirtschaftliche Schäden zu vermeiden.

Im ersten Teil der aktuellen Folge widmeten sich die beiden TrashTalker aktuellen irdischen Problemen der Kreislaufwirtschaft. So liefert eine aktuelle Studie zur Verfügbarkeit von Kunststoffrezyklaten alarmierende Ergebnisse: In Europa könnten schon in wenigen Jahren Millionen Tonnen fehlen, um die ehrgeizigen Ziele zum Einsatz von Rezyklaten zu erreichen. Passenderweise gibt es bei der Novelle der europäischen Altautoverordnung bereits Vorschläge die Vorgaben abzuschwächen. Bei der Bekämpfung des Litterings über den Einwegkunststofffonds stocken die Fortschritte ebenfalls. Bisher haben sich nämlich deutlich weniger Hersteller registriert als erwartet. Für Gesprächsstoff sorgt weiterhin der geplante Einstieg von TSR bei der Salzgitter AG. Zusammen mit der Papenburg AG hat die Remondis-Tochter ein Angebot zur Übernahme der Mehrheitsanteile des Stahlkonzerns abgegeben – die Begeisterung darüber hält sich bei Gewerkschaften genau wie bei der mittelständischen Konkurrenz in Grenzen. Im Blaulicht-Teil der Folge geht es dieses Mal um Abfälle, die wegen fehlender Notifizierung aus Tschechien zurück nach Deutschland gebracht wurden, und um einen gestoppten Gefahrgut-Lkw, der nicht für die Beförderung von Sondermüll zugelassen war, dessen A-Schild am Heck aber immerhin handgemalt war.

Alle Informationen zum DGAW-Wissenschaftskongress erhält man hier.


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